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Der Insider





Besitzerwechsel bei der Port Bodrum Yalikavak Marina
23.6.2010

Der Wechsel beschlossen: Cefi Kamhi, der bisherige Eigner der Yalikavak Marina, ist dabei sein "Marina Imperium" an einen Großmogul zu verkaufen. Neuer Eigner wird Mubariz Mansimov, ein in Aserbaidschan bekannter Unternehmer und Gründer der Palmali Gruppe, die eine Reederei mit 129 Frachtschiffen besitzt und weitere 48 Firmen. Mansimov ist bekannt als Förderer des Fußballclubs Khazar Lankaran in Baku. In der Forbes-Liste der Billionäre wird Mansimov als 7. reichster Mensch der Welt geführt. In Istanbul besitzt er unter anderem ein 7-Sternehotel und ein Krankenhaus, in Yalikavak ein Luxushotel.

Wer die Marina in den letzten Jahren beobachtete, stellte fest, dass immer weniger für das "Outfit" des vor 7 Jahren mit hochtrabenden Worten angekündigten Projektes getan worden war. Das anfänglich hohe Niveau wurde nach und nach vernachlässigt. Hintergrund: Cefi Kamhi, der sein Geld mit der Profilo Holding gemacht hat und mit der Marina seinen Lebenstraum verwirklichen wollte, steckt seit zwei Jahren in finanziellen Schwierigkeiten. 2008 zog er sich aus dem Marina-Business zurück und überließ das Management seiner Frau, die es dann an Göksen Körezlioglu weitergegeben hat. Wie bekannt, war auch die Dogus Holding (D-Marinas in Didyma und Turgutreis) an der Übernahme der Marina interessiert.

Die Port Bodrum Yalikavak Marina steht in engem Wettbewerb zur bewährten Milta Marina im 20 km entfernten Bodrum, zur D-MARINA im nahen Turgutreis, und seit Oktober 2009 mit der D-Didim Marina. Auf der griechischen Insel Kos, ein paar Meilen südwestlich, bietet seit sieben Jahren die ebenfalls modern ausgestattete KOS MARINA ihre Dienste an. Die Marina in Yalikavak musste also besonders viel bieten, um nicht nur Sehleute, sondern auch Seeleute anzulocken. Dies ist bisher offenbar nicht so gelungen wie ursprünglich geplant.

Der Yachthafen ist mit Floß-Technologie konstruiert, damit die Unterwasserströme günstig fließen. Die Landepier ist auf Betonpfosten gebaut. Die modern ausgelegten Floßpontons sind ebenfalls aus Beton und mit Teakholz eingefasst. Das System wurde von SF Marina unter schwedischer Lizenz konstruiert.

Die Marina PORT BODRUM YALIKAVAK hat eine Gesamtfläche von 82.000 qm. Die Hälfte dieser Fläche besteht aus Grünanlagen. Ein exotischer Badestrand und ein Fischersdorf sind in die Marina integriert.

Für Konzerte und Veranstaltungen gibt es ein Amphitheater mit Platz für 2.500 Zuschauer. Die Philosophie der PORT BODRUM MARINA wurde beim Start umschrieben mit "Lebensstil" und nicht mit "Parkplatz für Boote" - so der Prospekt der Marina.

Der technische Leistungsstandard für die Wartung der Yachten sollte, so wurde vollmundig behauptet, der beste in der Region sein. Die Kosten sollten im Vergleich zu anderen Marinasehr günstig sein.

Kapazität der Marina:
Liegeplatz für 450 Boote einschl. Mega-Yachten. Tauchschule, Segelschule, Wartungsdienst für Ultrayachten, Landliegeplätze für 100 Boote, Aqualift, Travellift bis 300 Tonnen, Aquamobil-Schlepper zum Parken von Booten bis 40 Tonnen, Bilgenentwässerung und Einlagerung von Bilgenwasser, biologische Abfallbehandlung, Stromversorgung (16-32-63-125-200-260 A) mit Rolec-Sockeln und Frischwasserversorgung, weiter Abstand zwischen den Pontons. Kreuzfahrtterminal für Passagiere, Zoll- und Hafen-Formalitäten.

Außerdem: Boutique Hotel mit 17 Zimmern, Tennis, Golf, Museum, Heliport, Einkaufszentrum und Duty Free Shops, Badestrand innerhalb vom Yachthafen, Bosporus-Schiff als Bildergalerie sowie ein Amphitheater. Von all diesen Ankündigungen ist nur ein Teil wirklich realisiert worden.

Webadresse: http://www.portbodrum.com
Kommentar dazu:



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Port Yalikavak Marina

Jörg Graff, 4.7.2010
Nach meine Erfahrungen ist diese Marina mit Abstand die teuerste in der Region, zumindestens für Kurzzeitlieger. Während ich für mein 34-Fuß-Schiff (nur 3,10 m breit) in allen anderen türkischen Marinas immer zwischen 25 und 40 Euros pro Nacht zahle, wurden in Yalikavak 50 Euronen fällig. In der Kos-Marina bezahle ich nur 22 incl. Wasser, Strom und WLAN, und das bei allerbester Ausstattung.

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