Der Insider




Empfohlen im Golf von Güllük: Iassos gegenüber vom Hafen Güllük
2.4.2007

Iassos (türk. Asin Limani) war schon vor 3.000 Jahren bewohnt, aber nie berühmt. Heute nennen die Einheimischen das Dorf an der Nordspitze des Hafens Kiyikislacik - so steht es auch auf der türkischen Seekarte. In den Seehandbüchern wird die Bucht als Iassos oder Asin Limani bezeichnet.


Die Einfahrt in die Bucht ist an Backbord durch eine antike Mole eingeengt, die nicht zu sehen ist, allenfalls durch einen kleinen an einer Stange befestigten Pfeil. Auf der Steuerbordseite steht ein alter Wachturm aus Stein, dessen Aufschüttung bis in die Einfahrt reicht. Beim Einlaufen halte man sich deshalb möglichst in der Mitte des Fahrwassers.

Man kann entweder frei schwojend ankern und ggf. eine Leine zum Land ausbringen. Oder man legt sich an die Pier an der Nordwestseite des Hafens. Vorsicht an der Pier: an mnachen Stellen liegen Steine davor, die dem Ruder schaden können. Einen alternativen Ankerplatz mit schönerem Badewasser findet man östlich der Halbinsel unterhalb des antiken Theaters auf 5 m, wenn das Wetter einigermassen ruhig ist. Bei Südwind sind sowohl Ankerplatz als auch Pier im Hafen ungemütlich bis unsicher. Im Dorf gibt es einfache Versorung und am Hafen ein passabeles Restaurant. Wasser auf der Pier. Panorama: klick


Eine kleine Fusstour auf den Gipfel des Hügels mit der seldschukischen Festung lohnt wegen der schönen Aussicht über den Golf. Beim Abstieg gelangt man zum kleinen antiken Theater an der Ostseite und wandert durch die Ausgrabung im unteren Teil zurück.


Sehenswert sind neben dem Theater das kleine zauberhafte Odeon, die Agora und einige imposante Säulenreihen. Im Frühling ist alles von wilden Blumen überwachsen. Die Legende identifiziert den Ort mit dem in der Antike häufig auf Mosaiken und Münzen dargestellten Motiv des auf einem Delphin reitenden Knaben. Die überlieferung erzählt, der Junge schwamm an einem heissen Sommertag zu weit aufs Meer hinaus, als ihn seine Kräfte verliessen. Er rief um Hilfe, aber niemand konnte ihn hören. Ein Delphin nahm ihn auf den Rücken und brachte ihn ans Land zurück. Am Ufer bei Güllük steht eine neuere Bronzefigur, die an diese Legende erinnert.