Der Insider


Besonderer Platz ohne viel Platz: Tersane im Kekova-Archipel
19.7.2009

36°10,4’N 029°50,8’E

Die Tersane-Bucht (auch Xera-Bucht genannt) liegt kurz hinter der südwestlichen Einfahrt in das Kekova Archipel und ist bei Tagesausflugsbooten so beliebt, dass sie im Sommer meist voll belegt ist. Nur wenn man früh im Frühjahr oder spät im Herbst hier her kommt und am späten Nachmittag einläuft, besteht die Chance einen stillen Ankerplatz für die Nacht zu finden. Panorama der Bucht bei Gigapan: klick

Auffallend ist die eingestürzte Kirchenruine, die bisher zur Orientierung diente, inzwischen aber durch Erdbeben so beschädigt ist, dass nur noch ein Restmauerwerk steht. Ankergrund ist Sand, soweit nicht versunkene Grundmauern von Häusern den Platz einengen. Die kleine Bucht ist gut geschützt, der Wind kommt meist aus Südwest. Abends, wenn die Tagesbesucher wieder fort sind, kann man zur Sicherheit eine Leine zum Ufer spannen. Sehr einsam, keine Versorgung. Viele byzantinische Hausruinen.

Die Bucht ist ein Einschnitt in der Kekova-Insel, die wie eine Schutzmole vor der Küste liegt. Berühmt ist die Insel wegen der sogenannten "versunkenen Stadt" an ihrer Innenseite. Die teilweise im Wasser stehenden Häuserruinen kann man besichtigen, wenn man kurz nach der Tersane-Bucht in nordöstliche Richtung an der Innenküste der Insel folgt. Teimiussa und Simena sind die wichtigsten lykischen Siedlungen gegenüber an der Festlandseite des Archipels. Siehe dazu: klick


Der Ankergrund in der Bucht ist Sand, soweit nicht versunkene Grundmauern von Häusern den Platz einengen. Auf der Nordseite befinden sich die teilweise versunkenen Ruinen der Stadt Xera. Diese antike Stadt wurde im 2. Jahrhundert v.Chr. durch ein Erdbeben zerstört. Danach wurde sie wieder aufgebaut und existierte bis in die byzantinische Zeit, wurde dann aber wegen arabischer Seeräuber-Einfälle aufgegeben. In der Bucht war früher u.a. eine Werft (Tersane) angesiedelt; daher der Name der Bucht.

Die Kekova Region wurde am 1990 vom türkischen Ministerium für Umwelt und Forsten zu einer geschützten Zone erklärt. Jede Art von Tauchen und Schwimmen war verboten und unterlag einer besonderen Genehmigungen. In späteren Jahren wurde das Verbot aufgehoben, außer für den Bereich der versunkenen Stadt.