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Der Insider
- - Kommentare zur Bluecard-Einführung und zur Meeresverchmutzung
02.12.2011



81 Suat Çöl, 02.12.2011
Der Vorschlag auf biologisch abbaubare Produkte umzustellen ist sicherlich die Sinnvollste. Das Umweltbewusstsein insbesondere der deutschen Segler ist sehr ausgeprägt und dürfte kein Problem darstellen. Ich bin nicht im Stande zu beurteilen, wie es bei meinen Landsleuten als Yachties aussieht und habe da etwas Bedenken, wenn diese stark zunehmende Anzahl sich so verantwortungslos verhält wie Eigner oder Kapitäne der Gulets. (Hoffe meinen Landsleuten kein Unrecht anzutun).

80 Hannes Huber, 01.12.2011
Den Ansatz zur Problemlösung mit so einer Produktserie finde ich auch sehr gut. Ein weiterer wäre: Muss man jeden Tag oder gar 2 - 3 Mal duschen? Meine Erfahrung als Vielsegler ist: wenn man den ganzen Tag auf See war und nicht undbedingt ganze Zöpfe von Zwiebel und Knoblauch gegessen hat, stinkt man eigentlich nicht übermässig oder gar nicht, next ist: einfach ein paar Runden schwimmen in der schönen Bucht in der man ankert, ein bisschen abspülen mit der Borddusche und fertig.
79 Pat in Paradise, 25.11.2011
Meiner Meinung nach sind wir alle das Problem. Jachties, Gulet, Tagesausflügler usw. Es ist die Gesamtheit von allen. Es ist ok was die Türken machen. Wenn es realistisch und mit Realitätsnähe gelebt wird. Es braucht immer eine Übergangszeit. Es wird für solche Themen nie von heute auf morgen eine 100% Lösung geben. Die Türken habe ich in den letzten Jahren als super kompetent kennen gelernt. Sie werden auch das hinkriegen. Gruss Pat

78 Steward Leitner, 24.11.2011
Das Übel sind nicht die Jachties, bei denen kann man über Info-Mappen an Bord einwirken. Wir reden hier von 4 - 8 Crewmitgliedern pro Einheit. Bei den Gulets mit bis zu 20 Gästen und Vollpension, den Fischerbooten und den Tagesausflugsschiffen sieht das schon anders aus. Beginnt man mit diesen Einheiten sind glaube ich 70% der Emission beseitigt. Für den Rest der Emissionäre wird dann schon etwas gefunden werden.

77 Walter Münchmeyer, 23.11.2012
Ich finde die Initiative der türkischen Behörden sollte nicht mit so kritisch-negativem Tonfall kommentiert werden. Immerhin haben sie das Problem erkannt und versuchen - im Gegenteil zu allen anderen Ländern im MM - etwas dagegen zu tun. Beim Vergleich der türkischen Buchten und Häfen mit Buchten und Häfen in Griechenland, Italien, Frankreich usw. sind diese immer noch wirklich sauber. Die Türken denken halt etwas mehr in die Zukunft.

Dass sie noch keine perfekte Lösung haben, darf die Maßnahmen nicht in Frage stellen. Wir sollten sie im eigenen Interesse tatkräftig unterstützen. Das Prinzip heißt "learning by doing" und nicht "hehehe, was machen die denn da, das ist doch Schikane!", wie es in manchen Segler-Foren zu lesen ist. Gruß Walter

76 Bernd Müller, 22.11.2011
Wenn man die Verordnung wörtlich nimmt muss man also auch den Müll an einer "licensed installation" abgeben und sich das bestätigen lassen. Ja geht´s noch? Man stelle sich die Crews vor, wie sie an einer staatlichen Mülltonne Schlange stehen, in der einen Hand die Mülltüte, in der anderen die Blue Card.

75 Jürgen Schmitz, 09.10.2011
Ich finde die eingeleiteten Maßnahmen zur Wasserreinhaltung außerst lobenswert und dringend erforderlich. Dass man nach wie vor Gulets und Ausflugschiffe erlebt, die ungeniert ihre Abwässer kurz nach Verlassen des Hafens oder der Bucht ablassen rechne ich zu Anlaufproblemen.
Was ich allerdings nicht verstehen kann ist:
1. Gulets übernachten in eigentlich nachts gesperrten Buchten vor eigenem Anker und Landleinen um Bäume und die vorbeifahtrende Küstenwache stört das nicht im geringsten. Ein Funkspruch endete im Missverstehen wegen fehlender Englisch-Kenntnisse.

2. In der ECE-Marina sind biologisch abbaubare Turmepa- oder Frosch- Produkte nicht oder nur zufällig erhältlich. Ein Yachtausrüster, den Freunde darauf ansprachen, meinte, er würde diese Produkte ja gerne anbieten, aber der Hafenmeister von Fethiye lehne das ab. Er bestehe auf einem Produkt, das nicht schäumt (man sieht also nichts und wo man nichts sieht....), aber meines Wissens reine Chemie ist.
Ich habe versucht das per Tel. mit Turmepa zu erörtern, damit die intervenieren und aufklären können, scheiterte aber wieder an Sprachproblemen.

74 Hans Lips, 24.09.2011
Wo liegt eigentlich das Problem? An den Binnenseen in Deutschland und der Schweiz (z.B. Bodensee) bestehen in jedem grösseren Hafen bzw. Marina bereits seit über 25 Jahren Absaugstationen, die funktionieren. Müssen die hier nochmals neu erfunden werden?!

73 Achim Römer, 13.09.2011
Unsere Yacht verfügt zwar über einen Fäkalientank, aber leider hat sie noch keine Absaugvorrichtung an Deck. Diese können wir frühestens im kommenden Winterlager anbringen. Heisst das, wir können Göcek und Fethiye nicht anlaufen? Gibt es keine Karenzzeit von den Behörden? Was, wenn man die Bordtoilette gar nicht fürs 'große Geschäft' benutzt? Wir sind natürlich auch für die ordentliche Entsorgung der Fäkalien, nur kann man nicht von jetzt auf gleich sein Schiff umbauen.

72 Jörg Drücker, 10.09.2011
Ich finde es ja gut und richtig, die Meeresverschmutzung einzudämmen. Wir wurden von der Charteragentur darauf hingewiesen, dass wir die Tanks in Göcek absaugen lassen können, was mir anhand der Situation im Golf eine sinnvolle Sache schien. Schade nur, dass das dann genau nach hinten los ging. Sie sollten bei Ihrem Learning by Doing auch Erfahrungsberichte sowie auch Kritik akzeptieren können und nicht gleich als Häme abtun. Ich wünsche den Behörden in der Region jedenfalls weiterhin viel Erfolg bei Ihren Bemühungen zur Reinhaltung des arg strapazierten Gebiets.

71 Mustafa Bucher, 09.09.2011
Nochmal ich. Ich wünschte mir, dass die Deutschen - explizit Nonn und Drücker hier - nicht zu hämisch über unsere Misserfolge sprechen. Learning by doing. Inzwischen funktioniert die Turmepa Absaugung gut. Jedes neue System muss Kinderkrankheiten überwinden. Das ist auch in Deutschland nicht anders. Auch bei den Mondflügen gab es technische Pannen. Warten Sie ab: bald funktioniert alles perfekt und keiner lässt mehr seinen Dreck ins Meer. Sorry.

70 Jörg Drücker, 09.09.2011
Wir waren im Juni dieses Jahres in der Göcek Marina. Wir wollten die Tanks absaugen lassen, aber die Turmepa Absaugstation im W-lichen Teil des Hafens war dazu technisch nicht in der Lage. Die eingesetzte Pumpe konnte nur bei gefülltem Schlauch Druck aufbauen, so dass erstmal ein grosser Schwall Wasser in die Tanks *hinein* gepumpt wurde, woraufhin der Inhalt durch den Überlauf ins Hafenbecken floss.
Trotzdem klappte das Abpumpen nur kurzzeitig, dann lief der abgepumpte Teil, zusammen mit dem nächsten Schwall Wasser, wieder zurück in die Tanks. Letztendlich wurden die Tanks dann so auch sauber, aber der Inhalt landete dabei komplett im Hafenbecken! Zum kleinen Trost kostete die Aktion daraufhin dann nichts.
P.S.: leider muss ich noch erwähnen, dass es immer wieder auch Segler hinbekommen, ihre Tanks direkt beim Verlassen einer Bucht zu leeren, so geschehen damals in Alis Bucht, wo der ganze Inhalt dann mit der Strömung als Abschiedgeschenk hereinkam.
Weiterhin immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

69 Mustafa Bucher, 09.09.2011
Sorry, da hilft nur ein Nachrüsten, denn die müssen ja mit dem Absaugschlauch in den Tank von oben rein. Und da es immer schnell gehen muss und die Sache auch heikel ist (Geruch, Vertropfung im Boot etc.) werden die Absauger sich nicht darauf einlassen.

68 Bernd Polster, 08.09.2011
Was mache ich denn, wenn meine Yacht zwar einen Fäkalientank, aber keine Decksabsaugung dafür hat? Geht das Absaugen auch direkt am Fäkitank im Schiff? Bernd

67 Heinz Nonn, 08.09.2011
Im 4. Jahr Charter ich mit Familie in der Türkei und finde es toll, wie sauber das Wasser doch ist nicht zuletzt durch die Abwassertanks. Diese Begeisterung kam oft dann nicht auf, wenn wir früh morgens in das Fahrwasser der Gulets gelangten (da war alles im Wasser zu finden!) Nun gab es vor kurzem auch einen Artikel in der YACHT, dass erwogen wird, einige Buchten im FETHIYE KÖRFEZI zu sperren, weil die Boote durch ihre Hinterlassenschaften die Wasserqualität zum Umkippen bringen.- Am Do, 25.08.2011, (09:05 - 13:55 Uhr) habe ich mit einem Charterschiff vor der Schwimmerabsperrung ÖLÜDENIZ geankert. Die Crew hat mit dem Dingi einen Landausflug gemacht und ich konnte vom Schiff aus beobachten, wie etwa alle halbe Stunde Fäkalien (wohl aus einem Rohr) ins Meer eingeleitet wurden, die dann in den Badebereich getrieben wurden!!!
Darüber gibt es Bildmaterial; ebenfalls sind wir "auf unserer Flucht" Richtung KARACAÖREN durch riesige Fäkalienfelder gefahren; an der Ostecke GEMILER AD. lag die Sahil Güvenlik 13 - von Kontrollen keine Spur. In der Tat war es dann so, dass wir die MOORNIG-Yacht vor Abgabe am Fr, 26.08. zu einem bereitliegenden Ponton vor der CLUB MARINA in Göcek manövrieren mussten; hier wurde abgepumpt - eine Bescheinigung haben wir für das Charterschiff nicht erhalten. - Seit diesem Erlebnis bin ich über diese "Doppelmoral" echt enttäuscht, denn ÖLÜDENIZ ist nun mal auch ein echter Publikumsmagnet, auch für die Türken selber - vor allem werden aber die Wassersportler für ein "hausgemachtes Problem" vorgeführt, wo eigentlich eine Kläranlage hingehört! Ich möchte nicht wissen, wo ähnliche Bedingungen in der Türkei vorherrschen!

66 Eduard Rohner, 31.08.2011
Nach meinen Informationen soll das Abpumpen von Fäkalien- und Grauwassertanks schon im kommenden Jahr neu geregelt werden. In Bodrum beobachtete ich, wie solche Absaugpumpen getestet wurden. Diese mobilen Pumpen können dann zum Stegplatz des Schiffes bestellt werden. Was mich aber besonders bedenklich stimmt, sind die Unmengen von Plastik die im Golf von Antalia bis Cypern umhertreiben.

65 Josef Schneider, 31.08.2010
Ich würde mal sagen beim Hafenmeister in Göcek... wo denn sonst!

64 Bernd Polster, 31.8.2010
Danke für die rasche Antwort, besorge mir die Blue Card gerne (vor allem, wenn sie kostenlos ist)... Aber wo ist denn die offzielle Ausgabestelle dafür?

63 Heinz Schädler, 31.08.2010
Die Blue Card ist kostenlos. Grauwassertanks bei kleinen Segelbooten nicht geregelt. Auch die Bojen im Golf sind noch nicht gesetzt. Es ist alles noch im Aufbau. Es ist aber zu empfehlen sich die Blue Card zu besorgen, weniger Schwierigkeiten bei den Behörden. Segle selber im Gebiet und es wird noch nichts kontrolliert.

62 Bernd Polster, 31.08.2010
Hallo zusammen, ist das Blue Card jetzt Pflicht in irgendeiner Art? Ich segle nächste Woche im Göcek Golf, Transitlog brauch ich keins, das bekomme ich bereits in Didim. Aber wie verhält es sich z.B. mit dem Blue Card-Buch? Wird das kontrolliert? Grüße Bernd

61 Hermann Winkler, 24.08.2011
Nachdem es so lange gedauert hat mit der neuen Regelung sind wir nun doch überrascht, dass die Einführung nun auch für kleinere Schiffe kommt. Das wirft natürlich Fragen auf, wie das in der Praxis zu handhaben ist. Wir haben bereits für nächsten Mai wieder eine Yacht ab Marmaris gebucht. Wenn wir auch den Erhalt dieser schönen Gegend sehr schätzen erscheint uns die Aussicht auf den Zeitverlust durch das Abpumpen (meilenlanger Umweg oder halben Tag auf das Abpumpboot warten) wenig erfreulich.
Welche Intervalle sind vorgeschrieben? Ist bei Aufenthalt im Golf täglich oder wöchentlich oder nach Bedarf oder vor Verlassen des Golfs abzupumpen? Evtl. ist der Tank ja fast leer wenn man ankommt und ein Buchtenrestaurant anläuft und die dortigen Toiletten benutzt?
Wenn drei Fäkalientanks an Bord sind, müssen dann alle drei leergepumpt werden auch wenn z.B. nur ein Tank gefüllt wurde? Nachdem ich sicher nicht der Erste bin, der Genaueres wissen möchte, kannst Du nähere Infos dazu auf Deiner Homepage veröffentlichen soferne/sobald Du welche hast?

Antwort, 24.08.2011:
Da Dein Törn erst im Mai nächsten Jahres ist, lass mal abwarten was noch alles passiert. Das System ist m.E. noch nicht ausgegoren. Es ist aber ein Anfang und wir werden die Verbesserungen der Wasserqualität in den Buchten bald sehen können. Dass da noch an den Stellschrauben nachjustiert werden muss, ist sicher allen Beteiligten klar.
Diese Chance sollten wir den Behörden geben. Lernen durch Versuch und Irrtum und daraus Schlüsse ziehen und schrittweise nachbessern, sollte das Motto sein. Vielleicht wird ja erkannt, dass die kleinen Yachten nur zu einem ganz kleinen Teil an der Verschmutzung beteiligt sind und dass die eigentlichen Übeltäter die großen Gulets, Motoryachten und Tagesausflugschiffe sind.
Wenn sich Neues und Genaueres ergibt, werde ich das auf dem Insider veröffentlichen. Bis dahin nehmen wir's mal so wie es ist und sind froh, dass überhaupt ein Anfang gemacht wurde. Denn so wie es zuletzt war (siehe meine Fotos unter www.insidersegeln.de/Revier/Fethiyegolf/dias/index.php) konnte es sicher nicht weiter gehen.

60 Hermann Winkler, 23.08.2011
Ich bestätige die Angaben von Franz Schuh. Auf unseren Charterschiffen in Griechenland waren die Fäkaltanks immer funktionsfähig. Dass die Charterfirmen in Griechenland die Tanks absichtlich verplomben stimmt so pauschal sicherlich nicht.

59 Valko, 23.08.2011
Das ist alles schön und gut, aber wir haben schon zweimal festgestellt, dass die Tanks nicht komplett leer gesaugt worden sind! Das ist auch bei diesem Prinzip nicht möglich (keine 100%ige Abdichtung bei dieser Absaugung). Hier muss schnellsten eine bessere Lösung her.

58 Franz Schuh, 23.08.2011
Das stimmt nicht: in Griechenland werden nicht von allen Charterbasen die Tanks verplompt, weder von Ecker Yachting noch von Sunsail. Es mag einige schwarze Schafe geben, aber alle pauschal sind es bestimmt nicht. Dies ist jedenfalls meine Erfahrung.

57 Martin Overroch, 23.08.2011
Sehr gut, das ist zwar noch nicht die 100% beste Lösung, aber auf jeden Fall ein Anfang. Ich finde es gut, dass jetzt keine Gulets (!) und auch keine Yachten mehr vor Göcek auf Anker liegen und nachts heimlich ihre Tanks ablassen. Das war ein unerträglicher Zustand. Den Behörden sei Dank.

56 Sebnem Karaca, 22.07.2011
Zur Frage der Abbaubarkeit verweise ich auf die Testergebnisse von Böhler Analytik GmbH von 2006 - unter: http://www.planetpure.com/deutsch/umweltAbbau.htm Nach etwa 8-10 Tagen war die Testsubstanz (Waschnuss-Eluat) zu 100% abgebaut.
Ich verweise auch auf das Heft Öko-Test September/2003. Demnach konnten die beauftragten Institute keine schädlichen Inhaltsstoffe feststellen. Außerdem sind Waschnüsse im Vergleich zu herkömmlichen Waschmitteln deutlich günstiger im Preis.
Abgebaut werden Fette und Schmutz durch Saponine, die in den Schalen der Waschnuss enthalten sind. Ein positiver Nebeneffekt ist die Wirksamkeit gegen Pilze: Bei den Seifenbaumgewächsen kommen diese Substanzen als natürliche Fungizide zum Einsatz.
Die Waschleistung bei Wäsche ist zwar nicht immer zufriedenstellend - aber Zufriedenheit ist sehr subjektiv. Deshalb: Am Besten selbst ausprobieren. In erster Linie geht es uns hier doch um die Umweltverträglichkeit im Vergleich mit anderen Produkten. Von diesem Aspekt her ist die Waschnuss sicherlich eine Alternative.
Ich hoffe die Antwort war hilfreich, gerne können Sie sie diese Verweise mit aufnehmen.
S. Karaca

55 Sebnem Karaca, 20.07.2011
Hallo zusammen, ECOVER-Produkte sind auch in der Türkei erhältlich http://tr.ecover.com/products Ich versuche herauszufinden wo man die Produkte bekommen kann. Außerdem gibt es Alternative und zu 100% abbaubar die WASCHNUSS. Es gibt Produkte für Wäsche, Küche aber auch Duschgels u.A. In kleinen Beutelchen dosiert oder lose, erhätlich in (fast) allen Naturkostläden und online z.B. über www.govindanatur.de/239.html oder www.waschnussprofi.de/waschnuesse-kaufen/waschnuss-shop/

54 Dr. Hartwig Barth, 28.06.2011
Aus dem Revier Göcek–Marmaris ein aktuelle Information zur Fäkalienentsorgung in diesem Gebiet: Nach Information der Basis von Eckeryachting in der D-Marin in Göcek ist es nun allgemein verboten, in türkischen Gewässern Schwarzwassertanks zu leeren, auch nicht auf See! Die Küstenwache hat bereits einzelne Charteryachten auf den Entsorgungsnachweis hin kontrolliert. Dieser ist in Form des vor einem Jahr bereits zu erwerbenden Nachweisheftes zu führen. In Göcek ist die Entsorgung derzeit nur an der Tankstelle der Türk Marina möglich. Sie kostet TL 20.-, auch für zwei Fäkalientanks, und wird von sehr freundlichem Personal durchgeführt. Man kann gleichzeitig auch tanken. Man bekommt eine Quittung und den Stempel mit Eintrag im Entsorgungsheft. Leider muß dazu immer einer vom Personal mit dem Roller ins Hafenbüro zum Stempeln fahren.
Am Kran der D-Marin neben der Anlage der Türk Marina steht eine zweite fertige Absauganlage mit Hinweistafel und Funkkanalangabe. Diese ist aber nach Auskunft des Büros der D-Marin noch nicht abgenommen und evtl. ab Herbst verfügbar. Sie soll mit Jetons funktionieren wie in Fethiye. Wie dann der Eintrag ins Entsorgungsheft erfolgt, ist noch unklar
In der Marmaris Marina (Netsel) konnte im Hafenbüro keine Auskunft über die Entsorgungsmöglichkeit gegeben werden. Wir sollten auf den Hafenmeister 2 Stunden warten, der eine Erklärung geben könne. Was wir aber dann nicht getan haben.

53 Hans Münch, 21.06.2011
Ja, ich kenne die Situation mit dem Stempelbuch. Können Sie uns/mir die richtigen Ansprechpartner/Behörden bitte mitteilen. Wir werden unsere Anlage für die Türkei speziell noch einmal prüfen lassen. Genau das ist unsere Aufgabe. Seit 25 Jahren bin ich Charterer und habe so manche Yacht auch bei bei euch in der Türkei geschartert. Nach dem 3. Bier in der Bucht oder im Hafen wird mancher schwach und da niemand in der Nähe, wird über Bord gemacht Genau das hat jetzt ein Ende mit der Anlage. Grauwasser darf ins Meer gelassen werden.

52 Hans Münch, 12.06.2011
Ja, es ist eine schlimm wenn die Blase drückt oder der Darm zwickt. Es gibt jedoch eine Weltneuheit. Schwarzwasser wird zu Grauwasser und so werden die Buchten nicht mehr belastet. Wer mehr wissen möchte soll sich melden. Immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel. Skipper Hans Münch, Mail: muench@segeln-mit-skipper-hans.com

51 Ecker Yachting, 06.06.2011
Uns wurde das Stempelbuch schon vorgeschrieben, unsere Kunden müssen vor Rückkehr zum Stützpunkt eine Abpumpstation aufsuchen. Machen sie es nicht und es gibt eine Kontrolle, werden Strafen bis zu 3.000 Euro fällig.

50 Hans Zutter, 13.02.2011
In der Bucht von Kalkan wurde im Sommer 2010 von der Coast Gard bei jeder Gulet Wasserproben genommen. Was bei den anschließenden Diskussionen rauskam weiß ich nicht. Aber das Ergebnis war sichtbar, trotz der vielen Yachten und Gulets in der Bucht glasklares Wasser. Fazit: Kontrolle und Aufsicht ist alles!! Gruß und ein Ahoi mit vielem Dank für ihre Beiträge SY Happy Future

49 Gino Bieringer, 08.02.2011
Lieber Serhat, ich bin verwundert über Ihre Äusserung. Erstens gibt es in Göcek keinen türk. Leiter bei SUN CHARTER, diesen Stützpunkt leitet schon seit Jahren Monika Westphal und dies in enger Kooperation mit dem Stützpunkt in Marmaris, den die Familie Frere leitet. Zweitens wird bei jeder Yachtabgabe peinlichst genau darauf hingewiesen, dass die Fäkalientanks leer sein müssen, andernfalls kostenpflichtig geleert werden. Bin seit 15 Jahren dort unterwegs (immer Sun Charter) und habe nie was anderes erlebt! Gruss GB

48 Serhat Kilinç, 16.01.2011
Ich werde 2011 nicht in in der Türkei segeln. Haben Sie ein Auge auf die Grauwasserregelung im Golf von Fethiye? Ich war schockiert, als der türkische Leiter der Sun Charter Base in Göcek mir sagte, dass sie die Grauwassertanks weder bei Abgabe der Yachten durch Charterer leeren (man bekommt also u.U. eine Charteryacht mit vollen Tanks), noch sonstwie auf das Abpumpen-Lassen hinweisen. Obwohl die Abpumpstation ca. 200 m Luftlinie entfernt liegt.

47 Peter Sommerauer, 05.01.2011
Ich habe die Diskussionen im letzten Jahr verfolgt und finde es jetzt sehr witzig wie die Behörden die Sache anpacken. Allein die Vorstellung wie sie kontrollieren wollen, dass sich nur 1.112 Yachten im Golf aufhalten sollen ist phantastisch. Hier haben die Bürokraten wieder mal voll zugeschlagen. Wollen die etwa am Eingang in Golf eine Schranke installieren, an der die Boote gezählt werden? Ganz klar: es muss etwas geschehen, um die Versiffung des Golfes zu verhindern. Aber wenn, dann bitte richtig. Zum Beispiel dadurch, dass nur noch sauberes, irgendwie gefiltertes Wasser aus den Tanks kommt.

46 Bernd Munzert, 12.09.2010
In der Netsel-Marina Marmaris werden bei Vertragsverlängerungen die ersten Blue Cards – zunächst noch kostenlos – ausgegeben. Die erste "Absaugmaschine" steht - noch neu und unbenutzt - in der Marina. Mal sehen, wie sich das entwickelt.

45 Josef Schneider, 31.08.2010
Ich würde mal sagen beim Hafenmeister in Göcek... wo denn sonst!

44 Bernd Polster, 31.08.2010
Danke für die rasche Antwort, besorge mir die Blue Card gerne (vor allem, wenn sie kostenlos ist)... Aber wo ist denn die offzielle Ausgabestelle dafür?

43 Dr. Keddo, 21.06.2010
Auch wenn unsere Reaktion erst fünf Monate nach der Bootsmesse in Düsseldorf kommt, können wir Ihnen mitteilen, dass wir ein Produkt auf der Grundbasis 100% nachwachsende Rohstoffe entwickelt haben. Wir benötigen noch eine gewisse Zeit bis wir unsere Untersuchungen abgeschlossen haben, jedoch spätestens bis zur nächsten Bootsmesse 2011 in Düsseldorf.
Das neue Produkt ist bewusst duft- und emulgatorfrei bzw. nur nach Wunsch mit natürlichen Rosenblätterduft lieferbar, extrem hautfreundlich, sehr, sehr schaumarm und vor allem biologisch extrem leicht abbaubar. Das größte Problem, das wir erwarten, ist die Macht der Gewohnheit, nach dem Motto: was nicht riecht, taugt auch nicht. Wir hoffen mit dieser Entwicklung einen positiven Beitrag für die Umwelt und für die Menschen zu leisten. Mit freundlichen Grüßen Dr. Keddo

42 Dr. Hartwig Barth, 15.04.2010
Die Kampagne mit den ökologischen Produkten kann ich nur voll unterstützen. Auf von mir geführten Booten war es schon immer untersagt, in Buchten Duschgels oder ähnliches zu benutzen. Ein Bad im Meerwasser mit abschließendem kurzen Ausspülen der Haare mit Süßwasser hinterlässt ein absolut sauberes Gefühl auf der Haut. Wer dies nicht kennt sollte es unbedingt ausprobieren. Mit lieben Grüßen und Dank für die großartige Internetseite

41 M. Frisch, 13.04.2010
Immerhin unternehmen die "Gastgeber" als einzige im Mittelmeer etwas gegen die Naturzertörung und Verschmutzung, auch wenn die Bestimmungen nicht von allen eingehalten werden... schwarze Schafe gibt es überall. Schon vor 20 Jahren haben sie die Fäkalientankpflicht eingeführt, wovon andere Mittelmeeranrainer noch meilenweit entfernt sind. Peter, denk mal darüber nach, bevor Du mit dem Finger auf die anderen zeigst...

40 Peter Senf, 13.04.2010
Das ist wie mit den Festmacherketten an den Bäumen: Die Gäste (Touristen) reden sich die Köpfe heiß, haben Verständnis, sie sind ja auch betroffen von der Schönheit oder Verunreinigung - aber die Gastgeber scheren sich kaum darum. Siehe Mauerbucht - mein letzter Tavernenbesuch 2009 - die Stege sind immer noch mit Ketten für jeden Besucher demonstrativ - an den Bäumen befestigt ! Ich habe noch nie meinen Tank in einer Bucht entleert - die Gulets scheren sich (bisher) kaum darum!

39 Joachim Kühne, 06.04.2010
Ich bin Eigner und habe sofort die Liste ausgedruckt um in Marmaris (Tansas) bei meiner Ankunft im Mai mein Segelboot sofort mit den umweltverträglichen Mitteln einzudecken. Auf meinem Schiff wird es nichts anderes mehr geben. Tolle Aktion die jeder mitmachen sollte. Ich hoffe doch sehr, dass jeder für diese Aktion Einsicht hat und mithilft die Zwangsentsorgung über Pumpstationen für kleine Yachten zu verhindern.

38 Siegfried Meyer, 03.04.2010
Sehr gut!
Heute morgen vor Fethiye: Ausflugsboot läuft aus, holt Anker auf und lässt den Fäkalientank unmittelbar ablaufen. Also ca. 30 m vom Kai entfernt und unmittelbar vor uns. Das Wasser dort war schon immer schlimm, aber so wird es immer noch schlimmer und der ganze Hafen stinkt und überall schwimmt Sch...! Grausam.

37 Norbert Tisowsky, 29.03.2010
Auf jeden Fall müssen die Buchten sauberer werden! Leider habe ich oft die Unsitte beobachtet, dass viele Boote ihre Tanks bereits in der Ausfahrt der Buchten lenzen. Das Gros der Verschmutzung stammt aber nicht von den Charteryachten, sondern der Vielzahl von großen Ausflugsbooten und den Küstenorten, die offensichtlich immer noch die Abwässer direkt ins Meer leiten. Beobachtet u. a. an einem Yachthotel.

36 Claus Hesse, 26.3.2010
Bin selbst seit mehr als 10 Jahren in der Gegend unterwegs und habe ebenfalls mit Sorge die zunehmende Verschmutzung von Jahr zu Jahr beobachtet. Deshalb begrüße ich diese Initiative sehr und werde meine Gästen dazu anhalten, nur noch die gezeigten Produkte sparsamst zu verwenden. Hoffentlich sind sie vor Ort auch erhältlich. Danke für diese Kampagne und die vielen nützlichen Informatioen aus dem Insider.

35 Marc Rosendahl, Sun Charter, 24.3.2010
Die Türkei hat seit über 15 Jahren die Fäkalien-Tanks stringent eingeführt und nimmt die Kontrollen sehr ernst. Es ist für mich das einzige Land, dass eine extrem saubere Wasserqualität (auch in Häfen kannst du schwimmen) aufweist, obwohl hier auch seit 15 Jahren Dusch- und Spülwasser in die Buchten abgelassen werden

34 Helmut Haas, 24.3.2010
Wir haben uns bereits für die Küche und das Meeresbad ein solches Kombiprodukt gekauft. Wenn die Behörden allerdings in die Kulturbeutel gehen, werden sie sicher etwas finden. Man hat ja auch für die Landbesuche möglicherweise Produkte dabei. Auch befürchte ich, dass Übersetzungsprobleme auftauchen werden. Zu der Belastung des Wassers gehört übrigens auch Sonnencreme!

33 Jolien Verboom, Yildiz Yachting Bodrum und Fethiye
Wir als Vercharterter werden sicherlich mitmachen, um das Meer sauber zu halten. Wir werden unseren Chartergästen diese Produkte eindringlich empfehlen und eine Flasche Frosch in die Pantries stellen. Viele Grüße Jolien Verboom, Yildiz Yachting

32 Reinhard Loydl, 22.03.2010
Das Alternativkonzept ist naheliegend, einfach und logisch. Es ist viel besser, die Ursachen des Problems zu bekämpfen statt die Auswirkungen. Umweltfreundliche Mittel müssten auch nicht teurer sein als klassische; wo steht geschrieben, dass diese nur auf Schiffen verwendet werden? Umweltfreundlichkeit ist auch für Landhaushalte ein gutes Argument. Und wenn die Preise in üblichen Regionen liegen, wird wohl kaum irgend jemand noch zu den "bösen" Produkten greifen. Gruß Reinhard (www.cocodemer.de)

31 Reinhard Loydl, 22.03.2010
Das Umweltthema ist bestimmt ein Thema, und das genannte Alternativkonzept ist so klar, sinnvoll und einleuchtend, dass man sich nur wundern kann, weshalb das nicht von Anfang der Diskussion an im Fokus stand. Da kann bestimmt einiges zum Positiven bewegt werden.

30 Wolfgang Kahl, 22.03.2010
Sehr tolle Idee!! Hab die Produktliste ausgedruckt und jetzt an Bord. Wichtig für mich waren die Produkte, die in der Türkei zu kaufen sind. Einen lieben Gruß von der sauberen Yavas Yavas sendet Wolfgang

29 Martina Morks, 22.03.2010
Die Entwicklung und Einführung von umweltschonenden Reinigungs- und Hygieneartikeln ist mehr als überfällig. Jeder, auch Taucher und Schnorchler, wird hiervon profitieren. Mittlerweile sieht man unter Wasser immer weniger - da das Wasser immer trüber und die Fische, Pflanzen etc. wengiger werden. Aber auch die weltweite Verpflichtung zu Abwassertanks in Yachten sollte weiterhin forciert werden. Noch immer ist es weit verbreitet die Abwässer direkt zu entsorgen. Udo mach weiter so! Gruß Martina

28 Edi Rohner, 22.03.2010
Meerestaugliche Spül-, Wasch- und Duschmittel kann ich nur unterstützen. Aber wie steht es mit dem Waschen der Schiffe in Häfen und Marinas? Da hilft die beste Abpumpstation nichts. Oder sollen nur die Buchten geschützt werden? Das kann's wohl nicht sein. Die Entwicklung von meerestauglichen Waschmitteln muss auch auf die Schiffspflegemittel ausgeweitet werden.

27 Jörg Disch, 21.03.2010
Herzlichen Dank für den Einsatz für sauberes Wasser in unserem Lieblingsrevier. Ich werde Deinen Artikel in jeder Kabine bei auf unserem Schiff auslegen und alle Chartergäste schon im voraus über umweltfreundliches Verhalten informieren! Ich hoffe, dass die Yacht und andere Segelmagazine auch vermehrt dieses Thema aufnehmen. Danke für die Auskunft. Werde sofort umstellen.

26 Udo Hinnerkopf, 21.3.2010
Die Gulets werden - wie Du vielleicht weißt - zum Blue Card-System und damit zu den Absaugstationen verpflichtet. Genau das soll ja die Kampagne für Yachten verhindern, weil diese im Vergleich viel geringere "Quantitäten" produzieren. Deshalb die Bitte: Motiviere auch Du die durch Dich vermittelten Yachten bzw. Yachtstationen zum Mitmachen.

25 Hans Steiner, 21.3.2010
Danke für die Versendung des Gebotsflyers und obige Präsentation. Es ist zu hoffen, dass diese Kampagne aber auch und vor allem die Betreiber türkischer Gulets erreicht, die im Verhältnis viel größere Quantitäten ausstoßen, wie wir alle wissen. Gruß Hans Steiner, Charterpartner

24 Manfred Svoboda, 20.3.2010
Bravo, sehr gute Maßnahme, die ich voll unterstütze. Ich hoffe nur, dass mein Vercharterer, bei dem ich für September zwei Wochen türkische Küste gebucht habe, die Kampagne auch wirklich mitmacht und nicht nur Trittbrettfahrer ist nach dem Motto "lass die anderen das machen, es wird schon klappen", sondern uns eine Flasche Frosch in die Pantry stellt ;-) Danke für diese sehr gute Initiative. War höchste Zeit... Viele Grüße M.S.

23 Carmen und Peter Scheureck, 17.03.2010
Gut, dass dieses Thema einmal jemand schriftlich zum Ausdruck bringt! Wir haben an Bord unseres Schiffes schon lange umgestellt mit einer kleinen Inkonsequenz vielleicht, indem wir die "alten" Mittel noch aufgebraucht haben. Konsequent sind wir auch im Benutzen von Plastiktüten - nämlich so wenig wie möglich und die vorhandenen sinnvoll weiternutzen! Alles fängt im Kleinen an, auch und gerade Umweltschutz, -bewusstsein, jeder kann etwas dazutun.

22 Wilfried Peters, 08.03.2010
Danke für die Möglichkeit meine vollste Zustimmung zu geeigneten Initiativen wie "OceanClean", die Umweltbelastungen in der Entstehungsphase zu minimieren. Jedoch ohne gesetzliche Regelung für Grauwasserentsorgung und zwingend vorgeschriebene Holding-Tanks in ALLEN Yachten & Schiffen (auch gewerblich genutzte) wird's aber trotzdem nicht funktionieren: Eile geboten!

21 Bernd Summerer, 08.03.2010
Alles richtig und wahr. Jedoch, ich lese "Polizei", "Gesetze" und "Strafen". Die Sauerei fängt doch in den Häfen und bei den Guletausflügen schon an. Zahlenmäßig wäre hier mit rigorosen Maßnahmen mehr erreicht, als mit der Kontrolle einsamer Yachten auf dem weiten Meer! Neue Produktentwicklungen und Kontrollen durch die Hafenmeistereien fände ich besser. Bei und finden die zitierten Raucher auch immer einen Weg! (Clubs).

20 Bernd Munzert, 07.03.2010
Hallo Udo, den Ansatz, dass auf Booten, die in den küstennahen Gewässern kreuzen, nur noch nahezu 100% abbaubare Produkte "eingelassen" werden dürfen, sollten wir alle mit Wort und vor allem Tat nachhaltig unterstützen. Bitte nutze Deine Internetseite und Deine guten Verbindungen zur türkischen maritimen Administration, dass diese Produkte schnellsten auf den Markt und somit an Bord kommen.

19 Elke, 07.03.2010
Genau das ist das richtige Konzept!!!! Seit Jahren verwenden wir an Bord ausschliesslich ca.98% abbaubare Produkte, z.B. Frosch, Boat Wash, Birka Marin. Neuerdings gibt es auch Produkte der Turmepa. Der Umweltschutz war uns immer die Mehrkosten wert. Allein der 4. Punkt erscheint ein wenig überzogen, da wir z.B. normales Shampoo und Duschgel für die Sanitäranlagen an Land (Marina, viele Restos) dabei haben. Überzeugung wirkt besser als Strafe!

18 Udo Hinnerkopf, 07.03.2010
Im Prinzip bin ich auch gegen Baustein 4. Das riecht nach totalitärem Staat und unmündigem Bürger. Aber leider müssen ja nicht nur die zum großen Teil verständnisvollen Segler angesprochen werden, sondern auch Kapitäne und Mannschaften, die mit großen Schiffen durch die Golfe und Buchten brausen. Da ist meines Erachtens ein wenig "Autobahnpolizei", die die Geschwindigkeitsbeschränkung kontrolliert und die Raser am Schlawittchen packt, angemessen. Ohne die "Aschenbecherpolizei" wäre das Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden und geschlossenen Räumen hier in der Türkei nicht so entschieden durchzusetzen gewesen.

17 Rainer Grimmer, 06.03.2010
Lieber Herr Hinnerkopf, ganz sicherlich ist Ihr Ansatz - jedenfalls was die Bausteine 1 bis 3 betrifft - gut und richtig. Den Baustein 4 sehe ich jedoch äußerst kritisch, da völlig gegen die Intention (überzeugen!!) der Bausteine 1, 2 und 3. Mit Verlaub, ich bin davon überzeugt, dass bei entsprechender Öffentlichkeitsarbeit für Ihren Ansatz ein solch radikales wie totalitäres Element überhaupt nicht nötig sein würde. Letztendlich wollen wir Wassersportler doch gemeinsam unser Medium schützen.

16 Udo Hinnerkopf, 06.03.2010
Die Produkte sollen angeblich zur Zeit entwickelt werden. Vielleicht hilft es und beschleunigt die Entwicklung, wenn Ihr Mails an folgende Manager-Adressen schickt, kurz die Sache erklärt (vielleicht mit einem Hinweis auf www.insidersegeln.de/Revier/Oceanclean.php) und anfragt, wann es die Produkte wo geben wird: Wolfgang Schuhmacher: info@captainreents.de, Herr Zonjee: info@epifanes.nl, Klaus Henrici: klaus.henrici@katadyn.de, Steffen Fuchs: steffen.fuchs@katadyn.de, Dr. Keddo: info@drkeddo.de, Herrn Kösling: info@koesling.de

15 Manfred Huber, 06.03.2010
Den Ansatz find ich hervorragend. Nur wie durchsetzen? Da bräuchte es eine Organisation, die das mit engagiertem Einsatz durchzieht. Ich würde mir wünschen, dass es eine solche Organisation gäbe - aber... Vielleicht sollten wir ausländischen Skipper und Segler mit gutem Beispiel voran gehen und nur noch die meerestauglichen Spül-, Wasch- und Duschmittel verwenden. Hoffentlich gibt es die bald überall.

14 Bernd Behlert, 06.03.2010
Lieber Udo, danke für Deinen tollen Bericht. Dieser Vorschlag ist nur zu unterstützen und ich denke auch leicht umsetzbar. Mit einem Appell an die Segler umzustellen auf "Ocean Clean" ist dies ein Anfang. Die geringen Mehrkosten sollte jeder "gerne" verschmerzen. Wir werden auf jeden Fall auf unserem Schiff umstellen und schon in dieser Saison, diese Produkte verwenden. Daher meine Bitte an Dich, nenne Produkte und Namen! Bernd & Conny SY Coco Loco

13 Claus Lehner, 05.04.2010
Hoffentlich einigen sich die zuständigen Stellen bald auf allgemein verbindliche Regeln und legen für deren Umsetzung realistische Termine fest. Dass der 1. März 2010 utopisch war, hat sich ja bestätigt. Wir sind dabei, unsere 13,5-m-Segelyacht mit 2er Crew zusätzlich zum Fäkitank mit einem Grauwassertank und den entsprechenden Abpumpeinrichtungen auszurüsten – unabhängig von evtl. Ausnahmen für "große" oder "kleine", für Schiffe mit türkischer oder fremder Flagge. Wer hier von "Schikane" redet, hat nichts verstanden.

12 Klaus Seubert, 21.03.2010
Wir machen uns auch Gedanken über den Schmutz. Probleme haben wir immer, wenn Gulets neben uns liegen oder ankern. Da geht man am besten nicht ins Wasser. Am besten organisiert sind die Fahrtensegler. Die nehmen es ernst und vermeiden Verschmutzungen. Ich selbst habe Grau- und Schwarzwassertank. Das Problem war bis jetzt immer das Entsorgen. Das etwas geschehen muss, ist ganz klar, sonst gehen uns die letzten schöne Gebiete flöten.

11 Klaus Lehner, 25.02.2010
Wir segeln seit 10 Jahren in diesem Gebiet, und wir begrüßen die neuen Regeln ausdrücklich. Die Organisatoren sollten sich aber auch einmal die Frage nach den Ursachen für die rapide ansteigende Verschmutzung stellen: Wenn durch den Bau immer neuer Marinas - allein im Golf von Göcek gibt es 6 davon - immer mehr Schiffe angelockt werden, darf man sich über zunehmende Wasserverschmutzung nicht wurdern.

10 Toni Leutwiler, 17.02.2010
Unsere Hanse 342 ist zur Zeit auf dem Zürichsee in Betrieb (Schwarz- und einem Grauwassertank). Ich plane die Umrüstung der Segelyacht für den Betrieb im Mittelmeer (Seeventil für den Schwarzwassertank und Umrüsten des Grauwassertanks in 2. Frischwassertank). Ziel ist es, jährlich grössere Segeltörns über mehrere Monate zu unternehmen. Nun bin ich verunsichert, wieweit die Umrüstung auf künftige Vorschriften in der Türkei Sinn macht!

09 Christine Sidler, 15.02.2010
Die Entsorgungspflicht sollte für Passagierboote (Gulets, Charter etc.) ab sofort gelten. Für Privatyachten mit einem Fäkalientank, kleiner Besatzung (2 Personen) empfinde ich die Verordung - wenn sie überhaupt in Kraft tritt - eine Schikane.

08 Klaus-D. Klages, 16.01.10
Ich möchte etwas zur Begriffsbestimmung bei Abwässern beitragen. 1. Quelle: Europäische Norm 12056-1 definiert Grauwasser: fäkalienfreies, gering verschmutztes Abwasser (Dusch- und Badewasser). Küchenabwasser ist wegen seiner Belastung mit Fetten und Speiseabfällen ausgenommen. 2. Quelle ISO 6107-7: 1997 definiert Schwarzwasser: Abwasser ohne Grauwasser mit fäkalen Feststoffen. 3. Zu den kleinen Yachten werden üblicherweise Boote bis zu zehn Metern Länge gerechnet.

07 Josef Weichsberger, 13.01.10
Es liegt mir schon lange am Herzen mich über dieses Pilotprojekt zu äußern. Zweifelsohne hat es eine gewaltige Veränderung gegeben. Früher waren die Strände voll mit Müll, heute sind sie relativ sauber!! Nur: die Behörden neigen oft zu Übertreibungen.
- Warum zahlen ausländische Yachteigner mehr für ihr Transitlog als einheimische?
- Wie viele ausländische Boote sind im Golf von Fethiye und wie viele Tagesausflügler und einheimische Boote?
Es wäre sicher besser den gesamten Golf für Ausländer zu sperren, damit gäbe auch wieder Platz in den Marinas.
Vielleicht ist es nicht bekannt, dass die Küsten des Libanon sowie große Teile Ägyptens ins Meer entsorgt werden. Wer einmal im Nil bei Kairo getaucht ist, weiß dass diese Brühe ins Meer entsorgt wird. So fand ich am Ufer einer Bucht von Kekova eine Plastiktüte meines Lieblingsbäckers aus Kairo.
Die türkische Küstenwache ist notwendig und meist auch sehr freundlich. Nur: wenn sie am Strand von Kumlubükü bei Marmaris vorbeidonnert, können Kinder am Ufer in den gewaltigen Wellen, die am Strand auflaufen, ertrinken. Das kann sogar noch in der Bucht von Marmaris passieren. Im Abstand einiger Meilen vor vor den Buchten von Fethiye und Marmaris fahren Tanker vorbei, die dort oft ihre Tanks auswaschen! Darum sollte sich die Sahil Güvenlük kümmern.
Warum versucht man uns Seglern das Leben so schwer zu machen? Auch wir bringen Geld ins Land, vielleicht mehr als mancher Tourist im Billighotel, der für den Müll, den er hinterlässt, nichts bezahlen muss.
Mit den besten Wünschen, verbunden mit einem tiefen Dank für die Arbeit, uns Segler über unsere Lieblingsküste auf dem Laufenden zu halten.

06 Wolfgang Horn, 12.01.2010
Ich hoffe, das gilt auch für den Bereich um die Millionenstadt Mersin. Dort wird alles was die Stadt an Abwässern produziert, ins Meer gepumpt. Das ist nicht zu übersehen! Der Küstenstreifen östlich von Antalya zeigt sich mehr und mehr verschmutzt, je weiter man nach Osten kommt. Das kommt nicht von den Yachten! Denn wir trafen dort in vier Wochen ganze 13 Sportboote und ein einziges Frachtschiff.

05 Dirk Nane, 13.11.2009
Ich glaube an der ganzen türk. Küste wäre es Wert den Müll mit in den nächsten Hafen zu nehmen - nicht die Gulets sind hier die Übeltäter, mir sind immer wieder die "Flottilen-Kapitäne" von Sunsail etc. aufgefallen, die den angehenden "Skippern" aktiv vorleben, ihren Müll überall einfach liegen zu lassen - egal ob in einer Bucht oder im Buchtenrestaurant (wo er dann verbrannt wird) anstatt ihn in der Backskiste mit in den nächsten Hafen zu nehmen.

04 Jörg Diesch, 13.11.2009
Seit letztem Jahr gibt es ein Abwassertank-Schiff, das für umgerechnet 20 Euro in jede Bucht kommt die Fäkalientanks leert. Auch im Hafen liegende Gulets müssen nachweisen, dass sie regelmäßig abpumpen lassen. In der Hoffnung, dass alle Seeleute ihren Teil zum sauberen Wasser beitragen, herzliche Grüße von der "Carolin"

03 Jörg Diesch, 13.11.2009
An dieser Stelle möchte ich mich gegen die pauschale Verurteilung der Gulets verwehren. Wenn wir eine Woche in einer Bucht liegen, reicht unser 3000 Ltr. Abwassertank locker aus. All die kleinen Yachten von rund um die Welt entsorgen dagegen mit größter Wahrscheinlichkeit ihre Fäkalien in der Bucht.

02 Wolfgang Schwieder, 13.11.2009
Liebe Seglergemeinde, wir waren mit unserer Yacht Contessa dieses Jahr an der Lykischen Küste unterwegs, davon auch einige Tage im Golf von Göcek. Unser Fazit, überschwengliche Gastfreundschaft und eine Traumgegend, die es lohnt geschützt zu werden. Das kleine Mango, an keiner Stelle, aber auch nirgendwo ist es möglich die vorgeschriebenen Fäkalientanks leeren zu lassen. Davon ab ist das in Griechenland schon mal gar nicht möglich, aber auch sonst im Mittelmeerraum nur äußerst selten verbreitet. Was bleibt den Seglern anders übrig, als ihre Fäkalien ins Wasser abzuleiten.
Nur eine Bitte an alle Segler, macht das nicht an den Stellen, wo gebadet wird, macht das nicht an den Stellen wo ihr euch in schützenswerter Natur befindet, fahrt raus vor die Küste und lasst dort den unvermeindlichen Abfall raus. Aber nur den.

Was wir beobachtet haben, ist nicht nur, das braune Bröckchen in den Buchten umherschwimmen, nein auch Plastikflaschen und sonstiger Müll treibt in den sonst so schönen Gewässern. Schade, dass hier einzelne Crews - ganz bestimmt nicht die Masse - keine Rücksicht auf Natur und Umwelt nehmen. Es fällt nur leider auf alle zurück!

Ein generelles Problem ist sicher noch das Abwasser aus Duschen und Spülen. Hygiene an Bord muss sein und das Gemüse und die Teller müssen auch abgewaschen werden. Zwar ist es unvermeidbar, dass diese Abwässer direkt ins Wasser geleitet werden. Aber auch hier kann man mit Sparsamkeit die Umwelt schonen. Eine Flasche voll Wasser reicht, um die Haare auszuspülen. Es muss nicht ein langer Duschgang im Schiff sein. Oder auch einfach das letzte Spülwasser mit vor die Küste nehmen. Auch wenn der Staat noch nicht so weit ist, alles kann er ohnehin nicht regeln, in vielen kleinen Dingen müssen wir alle selbst mit helfen und uns und die Natur schützen.
Beste Grüße, Wolfgang
PS: Noch mal vielen Dank für die nützlichen Tipps. Wir haben daraus einen sehr schönen Törn generieren können.

01 J. van Leeuwen, 11.11.2009
Leider ist 2009 keine Ausnahme. In den vergangenen Jahren ist Müll- und Abwasser-Entsorgung bei Gulets ein sehr großes Problem. Bei diesen Skippern fehlt das Gefühl für Verschmutzung, selbst Benzin und Dieselöl werden über Bord gepumpt, ich bin da viele Mal Zeuge von gewesen. Meldung über Handy bei der Sahil Güvenlik (coast guard) hilft leider nichts, da wird überhaupt nichts unternommen. Wie soll das weiter gehen?



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